| Geschrieben von Marcus Kilian,
am 17-06-2007 20:11
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Veröffentlicht in : Modellbauberichte, Simprop |
Wie so oft im Leben war zu Beginn eine Entscheidung zu treffen. Was
sollte mein Nachfolger zum Multiplex EasyGlider Electric werden? Auf
jeden Fall ein Segler mit Querruder, Elektroantrieb und geeignet für
den Thermikflug in der Ebene. Und es sollte mindestens ein
Semi-Scale-Modell sein - das Auge fliegt mit! Die Auswahl auf dem Markt
ist recht groß und so studierte ich zahlreiche Testberichte und grenzte
die Auswahl langsam ein. Letztlich entschied ich mich für die ASW 28
von Simprop. Ein wenig Baufwand wollte ich schon haben, denn die
Wintermonate können lang sein und die Bastlerseele wird befriedigt. Ich
entschied mich für die ARF-Version. Bei dieser Version sind die
Tragflächen bereits mit Oracover-Folie bespannt - nach jahrelanger
Hobby-Abstinenz wollte ich mir diese Arbeit nicht gleich selbst antun.
Des weiteren besteht der Baukasten aus einer Menge von Kleinteilen und
bestückt mit einem weißen GFK-Rumpf - das Herz des Baukastens.
Ich will hier keinen mit Details langweilen. Deshalb halte ich meine
Berichte so kurz wie möglich. Auf das ein oder andere Erlebnis werde
ich eingehen, besser gesagt berichten.
Viel Spaß dabei...
09.04.2007: Der Bericht wurde fertiggestellt. Erstflug folgt !
Teil 1: Spant und Flächenklemmung
Der Spant wurde aus 4 Teilen zusammengebaut und dient als Halterung für
Servos und Akku-Rutsche, zudem sorgt der Spant für mehr
Rumpf-Stabilität. Ehrlich gesagt hatte ich hier Glück beim späteren
Einbau in den Rumpf - laut Anleitung soll zuvor die Flächenklemmung im
Rumpf verbaut werden und danach der Spant. Diese Reihenfolge habe ich
nicht eingehalten, und ich hatte schon genug Mühe den Spant ohne
verbaute Flächenklemmung in den Rumpf zubekommen. Der Spant kann nur im
breitesten Teil des Rumpfes entsprechend gedreht und in Position
gebracht werden. Die Flächenverklemmung hätte dies verhindert.
Mein Tipp: Zuerst den Spant einsetzen und danach die Flächenverklemmung einbauen/einharzen!
Teil 2: Flächenhälften am Rumpf ausrichten
Nun kommen wir zum Ausrichten der Flächenhälften. Als Vorbereitung
müssen zwei Stahldrähte (3 und 4mm) einen bohrerförmigen Anschliff
bekommen. Hier kommt der nächste Haken! Laut Anleitung soll die Länge
beider Stahldrähte 150mm betragen. Für den 4mm Stahldraht geht das in
Ordnung. Der 3mm Stahldraht muss länger ausfallen, ansonsten kann man
die 25mm tiefe Bohrung in die Flächenhälften vergessen. Also durfte ich
nach dieser Erkenntnis eine zweiten anfertigen und danach zur Tat
schreiten. Nach Einklebung der Haltestifte (dient zur Arretierung der
Flächenhälften am Rumpf) und Montage der Flächenhälften sieht das Werk
schon ganz gut aus.
Teil 3: Höhenleitwerk montieren
Das Höhenleitwerk läßt sich zum besseren Transport demontieren. Am
Höhenleitwerk selbst muss noch etwas Hand angelegt werden und die
Höhenleitwerksauflage wird mit Trennwachs behandelt, damit beim
Einharzen des Zentrierstiftes im Höhenleitwerk keine Verbindung
zwischen Leitwerk und Auflage hergestellt wird. Auf dem Bild sieht man
das Endergebnis.
Teil 4: Cockpitwanne lackieren und am Rumpf ausrichten
Die Cockpitwanne wird als Tiefziehteil geliefert und muß zurecht
geschnitten werden, dies gilt auch für die Kabinenhaube. Danach habe
ich die Cockpitwanne mit Hilfe einer Spraydose lackiert. Nach Trocknung
der Farbe wurde die Kabinenverriegelung eingeharzt und der Rumpf
angepasst.
Nach getaner Arbeit sieht das ganze - vorerst - so aus:
Teil 5: Cockpitwanne ausbauen
Der erste Eindruck war schon toll und ich machte mich direkt an den
Ausbau der Cockpitwanne. Hierbei verwendete ich Balsaholz,
selbstklebende Folie (Samtoberfläche), Papier (die
Instrumenteneinrichtung ist ein Foto aus einem manntragenden Segler).
28.03.2007: Kleine Änderung am Cockpit...
Teil 6: Rumpfnase trennen
Für den Elektroantrieb wurde die Rumpfnase mit dem Dremel entfernt -
Simprop liefert hierzu eine passende Schablone mit. Mit einem ebenen
Schleifklotz wurde dann sauber bis an die Markierung geschliffen.
Teil 7: Gewährleistungsfall - Sachmängel an den Tragflächen
Erstaunlich für dieses Preissegment! Die Tragflächenenden haben
erhebliche Differenzen in der Breite - SATTE 0,5 cm. Zudem passt keines
der beiden Winglets passgenau an die Tragflächenenden. Mein Terminplan
hat sich somit erledigt. Rumpf und Tragflächen inklusive der Winglets
wurden am 03.03.2007 an die Firma Simprop eingeschickt.
21.03.2007: Heute habe ich mit einem Mitarbeiter von Simprop
gesprochen. Man hat sich für die Qualität der Tragflächen entschuldigt.
Die neuen Tragflächen sind eingetroffen und als Trostpflaster erhalte
ich einen Simprop-Spinner und Oracover-Folie für die Befestigung des
Seitenleitwerks. Das Paket geht morgen auf die Reise. Das Warten hat
also ein Ende und ich kann den Kundenservice von Simprop nur empfehlen
- herausragend und wirklich freundliche Mitarbeiter.
Teil 8: Die neuen Tragflächen sind da
Erneut die Flächenhälften ausrichten!
27.03.2007: Zwischenzeitlich ist meine ASW 28 mit neuen Tragflächen
eingetroffen, zuzüglich aller notwendigen Kleinteile. Die Tragflächen
sind nun einwandfrei und ich habe sie heute an den Rumpf ausgerichtet
(siehe auch Teil 2).
Teil 9: Servo mit Aufnahme für Höhenruder montieren
Das Höhenruderservo wird im Seitenleitwerk montiert. Vor dem Einkleben
der Servohalterung wird das Höhenleitwerk montiert und das
Rudergestänge mit dem Servo verbunden. Nach dem Ausrichten im
Seitenleitwerk wird die Servohalterung eingeharzt. Aufgrund der
Platznot im Seitenleitwerk dauert die ganze Angelegenheit recht lange
und der ein oder andere Nerv wurde gefordert!
Nach dem Trocknen des Epoxy wird das Höhenruder nochmal montiert um die
Servofunktion erneut zu testen - erfolgreich. Danach wurde der SLW Steg
angepasst und eingeharzt - zu sehen auf dem rechten Bild.
Teil 10: Winglets ausrichten und einkleben
Ich habe mich bei den Winglets für die feste Montage an den Tragflächen
entschieden. Ich denke der Transport wird auch damit gut möglich sein.
Die Winglets bestehen aus 2 Teilen die vorher mit Sekundenkleber
zusammen geklebt wurden. Danach wurde ca. 15 mm tief der Styroporkern
aus den Flügelenden geschnitten. Mit Epoxydharz werden nun die Winglets
eingeklebt und mit Klebeband ausgerichtet. Die Winglets müssen
möglichst den gleichen Öffnungswinkel haben.
Nach Trocknung des Epoxy wurden die Winglets mit gelben Zierstreifen fertiggestellt.
Teil 11: Fertigstellung Cockpit
Die Kabinenhaube wurde mit Klebefolie an das Cockpit befestigt und
musste nochmal an den Rumpf angepasst werden. Das Ergebnis sieht nun so
aus.
Teil 12: Kurze Anprobe - Brushless-Motor und Spinner
Nachdem die Servoaufnahme eingeharzt wurden können die Servos eingebaut
werden. Das Servokabel habe ich wegen Platzmangel entsprechend gekürzt
- auf Bild 2 kann man dies gut erkennen. Servohebel und
Querrudergestänge werden an das Servo montiert und das Servo wird
darauf mit Tesa Power-Strip an dem Deckel befestigt. Zuvor wurden die
Teile mit Glasreiniger gesäubert. 5 Sekunden anpressen und die Teile
sind richtig gut miteinander verbunden. Jetzt wird der Deckel inklusive
Servo auf die Servoaufnahme geschraubt. Da ist wirklich nicht viel
Luft, der Servo hätte nicht dicker als 13mm sein dürfen. Alles schön
passgenau. Im Anschluss wird das Querruderhorn montiert. Hier kam
wieder mein Dremel zum Einsatz. Für das Loch habe ich einen 2mm Bohrer
anstatt einem 3mm Bohrer verwendet und die Hörner danach eingeharzt.
Perfekt - alles passt.
Wer die Wahl hat hat die Qual. Zwei Varianten stehen nun zur Auswahl.
Der Turbo-Spinner von Simprop oder die normale Variante von Simprop.
Für diesen Antrieb wird ein Turbo-Spinner nicht zwingend notwendig
sein. Mal sehen, vielleicht ganz sinnvoll im Sommer.
Teil 13: Seitenruder
Das Ruderhorn für das Seitenleitwerk wird eingeharzt und mit dem vorbereiteten Bowdenzug am Servo verbunden und justiert.
Teil 14: Restliche Elektronik und Schwerpunkt
Es kommt nun zu den Endarbeiten. Regler, Empfänger und Akku werden im
Rumpf untergebracht. Nach der Endgültigen Position wird der optimale
Schwerpunkt (55mm) eingestellt.
Teil 15: Auf dem Flugplatz
09.04.2007: Aufgrund von starkem Wind mit Böen wurde der Erstflug vertagt.
Für das Einfliegen werde ich einen windstillen Tag abwarten. Das
Endergebnis meiner Arbeit konnte ich aber schonmal unter freiem Himmel
begutachten.
Letztes Update : 05-12-2007 12:27
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danke
Geschrieben von: nicola (Gast) am 24-02-2011 08:59