| Geschrieben von Marcus Kilian,
am 27-03-2007 01:00
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Veröffentlicht in : Modellbauberichte, Multiplex |
Ein paralleles zweites Bauprojekt steht an, nachdem mein Easy Glider
Electric einen neuen Besitzer gefunden hat. Der Bau einer Cularis von
Multiplex. Die Auslieferung des neuen Modells hat vor einigen Tagen
begonnen - wer jetzt bestellen möchte muss eine längere Lieferzeit in
Kauf nehmen. Wenn die Cularis aber so fliegt wie es der Bausatz optisch
verspricht, dann lohnt sich das Warten.
Die Baufortschritte werden nach und nach hier veröffentlicht.
Technische Daten (Quelle: Multiplex):
- Spannweite: 2610 mm
- Rumpflänge: 1260 mm
- Fluggewicht: Segler ca. 1400 g
- Elektro mit empf. Antriebssatz ca. 1680 g
- Tragflächeninhalt: ca. 55 dm²
- Flächenbelastung (FAI): ca. 27 g/dm²
- Funktionen: Höhen-, Seiten-, Querruder und Butterfly (Spoiler), zusätzlich Motorsteuerung
01.04.2007: Die Cularis ist flugbereit. Der Baubericht ist komplett.
02.04.2007: Der Erstflug war erfolgreich !
01.05.2007: Tipps aus der Praxis !
Teil 1: Die Verpackung mit Inhalt
ACHTUNG: Ein Grossteil der inneren Verpackung wird für die Montage und
Ausrichtung der Tragfächen benötigt. Also nichts entsorgen oder
beschädigen.
Vom Inhalt des Baukastens bin ich schon mal begeistert. Hier hat man
sich sehr viel Gedanken gemacht und ein tolles System entwickelt. Wie
gern würde man direkt mit dem Bau loslegen! Multiplex empfiehlt
ausrücklich den Bau nach Anleitung und ich kann dem nur bei pflichten.
Nach dem aufmerksamen Lesen wird einem klar warum! Zudem ist bei der
Montage mit CA-Kleber - dickflüssig - (Sekundenkleber) und Aktivator
(Beschleuniger) schnell etwas verbaut und eine Korrektur schwer oder
garnicht möglich.
Ordentlich und sauber verpackt. Hervorragend !
Teil 2: Das Antriebsset
Ein Himax C 3522-0700 sauber verpackt mit allem Zubehör. Bin gespannt auf die spätere Leistung. Als Servo verwende ich Hitec HS-55 und HS-81.
Teil 3: Bauteile prüfen
Bevor es überhaupt los geht wird erstmal der Baukasteninhalt auf
Vollständigkeit und eventuelle Mängel geprüft. Ergebnis: Keine Mängel
und alle Teile vorhanden.
Teil 4: Tragflächen
Auf dem ersten Bild sieht man die mitgelieferte Bauhilfe für die
Tragflächen. Der erste Flügel ist bereits positioniert und die Quer-
und Flapservos werden aufgeklebt. Die Kabel müssen verlängert werden.
Also Crimpzange raus und die Verlängerungen herstellen. Die Vorgaben in
der Bauanleitung empfehle ich zu beachten. Danach werden die Holme
eingeklebt.
Tipp (01.05.2007): Wegen einem defekten Servo hatte ich
in mühsamer Kleinstarbeit einen weiteren Stecker montieren müssen! Das
Kabel am Servo würde ich deswegen heute auf ein Mindestmass kürzen und
die Servoverlängerung als ein Kabel durch den gesamten Flügel ziehen.
Einkleben der Tragflächenabdeckung. Jetzt sollte man den Flügel eine Weile so liegen lassen. Ansonsten kann es Verzug geben!
Auf den folgenden zwei Bildern sieht man die Holmbrücke mit bereits
eingeklebten Servobuchsen - Achtung: Punkt genaues kleben ist hier
Pflicht! Das dritte Bild zeigt die Holmbrücke verbunden mit der
Wurzelrippe an der Tragfläche. Mit einem Fingerdruck wird die
Tragfläche von der Holmbrücke getrennt - tolles System und es
funktioniert einwandfrei.
01.05.2007: Zu Beginn war ich sehr skeptisch aber
bisher wurde ich nicht enttäuscht. Dieses System funktioniert nach
zahlreichen Flügen immer noch einwandfrei.
Die Tragflächen lagen nun eine Weile und es kann dort weitergehen.
Die Querruder werden gängig gemacht - hierzu werden die Scharniere
seitlich frei geschnitten und danach die Scharniere durch hin- und
herbewegen "gängig" gemacht. Danach werden die Ruderhörner eingeklebt
und die Servoabdeckung montiert.
Tipp (01.05.2007): Nach einem Looping brachen die
Ruderhörner beider Querruder an der selben Stelle durch. Eine
Notlandung (Steuerung war nur noch über Höhen- und Seitenruder möglich)
gelang erfolgreich. Die Ruderhörner wurden danach durch höherwertigere
ersetzt und es gab bisher kein weiteres Problem.
Jetzt noch den Tragflächenrandbogen ankleben und die erste Tragfläche ist fertig!
Teil 5: Rumpf und Leitwerke
Begonnen wird mit der linken Rumpfhälfte. Von innen wird der
Bowdenzug für das Seitenruder eingeklebt und von aussen eine weitere
Verstärkung für die Rumpfstabilität. Nach der Einpassung der Holmbrücke
wird das Seitenruderservo eingeklebt und die Kabel in den vorgesehenen
Schächten verlegt. Mit einem Plexiglas-Längsspant wird danach alles
sauber und sicher verklebt.
Das linke Umlenkhebellager (Höhenruder) einkleben und zwei Kugeln als Ausgleichsgewicht in das Heck.
Tipp (01.05.2007): Wer den Akku weiter nach innen legen
will sollte eine Kugel weniger nehmen oder alle weglassen und bei
Bedarf von aussen Gewichte anbringen. Ich selbst bin mit dieser
Variante zufrieden. Der Akku liegt weit vorne ist damit gut zugänglich.
Weiter geht es nun mit der rechten Rumpfseite.
Das Pendelleitwerk ist sauber gelöst und die Mechanik funktioniert leichtgängig.
Hochzeit: Die Rumpfhälften werden zusammen geklebt. Dies sollte man
vorher "trocken" üben und danach erst den Sekundenkleber zum Einsatz
kommen lassen. Mit sicheren und geübten Handgriffen geht es einfach
leichter von der Hand. Im Anschluss wird das Seitenleitwerk montiert.
Jetzt wird das Höhenruder fertiggestellt.
Teil 6: Kabinenverriegelung einkleben und Antenne verlegen
Teil 7: Montage des Brushless-Motors und restlichen Komponenten
Der Brushless-Motor wird mit 4 Schrauben an dem Motorspant
befestigt. Als Regler verwende ich einen Phoenix-35 von Castle
Creations. Dass BEC habe ich deaktiviert! Der Empfängerakku wird in den
hintersten Schacht geschoben und von einem Stück Schaumstoff gesichert.
Der 3s-Lipo wird vorne mit Klettband gesichert - das mitgelieferte
Klettband hält sehr gut.
Auf jeden Fall sollte man das Klettband im Rumpf und am Akku mit
Sekundenkleber befestigen - das Klebeband am Klettband reicht für einen
sicheren Halt nicht aus.
Jetzt noch der Empfänger rein und alles fertig verkabeln.
Wichtig: Funktionstest !
01.05.2007: Gemäss Anleitung hatte ich das BEC deaktiviert - je nach
Regler ist dies auf jeden Fall zu empfehlen. Bei dem Phoenix-35 hätte
man aber auch die Stromversorgung ohne Probleme aus dem Antriebsakku
nehmen können. Letztlich hatte ich mich aber für eine getrennte
Stromversorgung entschieden. Zur Empfängerversorgung verwende ich die
neuen Eneloop von Sanyo. Mit dieser neuen Akkugeneration bin ich sehr
zufrieden. Auch nach längerer Lagerung ist der Spannungsverlust im
Vergleich zu den Vorgängerakkus relativ gering.
Teil 8: Zusammenbau am Flugplatz und Erstflug
Die Cularis ist dank dem pfiffigen Stecksystem schnell Startbereit und macht eine gute Figur.
Der Erstflug verlief einwandfrei. Ein paar kleine Korrekturen mit
der Trimmung für das Höhenruder - mehr war nicht notwendig. Ein toller
Flieger den ich nur wärmstens empfehlen kann. Der Bausatz ist
hervorragend und es gibt viele tolle Detaillösungen. Das Stecksystem an
den Tragflächen funktioniert tadellos und leichtgängig. Für sein Geld
bekommt man ein vollwertiges Produkt. Im Gegensatz zum EasyGlider kann
man mit ein paar falsch platzierten Tropfen von Sekundenkleber vieles
"verkleben". Also viel Zeit und Geduld mitbringen - es lohnt sich!
Die Cularis empfehle ich für "Fortgeschrittene". Anfänger sollten
den EasyGlider Electric vorziehen. Der EasyGlider ist mit Sicherheit
Reparatur-freundlicher und verzeiht eher den ein oder anderen
Steuerfehler. Zudem ist die Cularis schneller unterwegs und will etwas
grossräumiger geflogen werden. Mit aktivierter Krähenstellung kommt Sie
handzahm herein und lässt sich sauber landen.
Fazit: Ein Kauf ohne Reue !
Letztes Update : 29-12-2007 12:15
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Cularis Leitwerk Steckverbindung
Geschrieben von: Herbiehoss (Gast) am 29-11-2011 03:05