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Trimming for Aerobatics PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Marcus Kilian   
Sonntag, 2. Dezember 2007

1. Schritt: EWD einstellen

Nachdem die Ruderreaktionen auf die Steuergewohnheiten des Piloten abgestimmt sind, das Modell um die Längsachse ausbalanciert und der Schwerpunkt grob eingestellt ist, geht es der EWD an den Kragen. Dazu wird der Motor gedrosselt und das Modell in der Mitte des Flugfensters in den senkrechten Sturzflug gebracht. Mindestens 50 Meter sollte es im Sturzflug nach unten gehen. Fällt das Modell die gesamte Strecke senkrecht nach unten, dann ist die EWD fürs erste in Ordnung. Bei zuviel EWD bricht der Flieger in Richtung Cockpit aus, bei zu wenig EWD in Richtung Fahrwerk.

Es gibt mehrere Möglichkeiten die EWD nachträglich zu modifizieren. Ist bei einem Mittel- oder Tiefdecker die Tragfläche über ein zentrales Steckrohr am Rumpf befestigt, dann fällt es nicht schwer, die beiden Flächenhälften in die gewünschte Richtung zu verdrehen.

Bei einer durchgehenden Tragfläche ist es angebracht, das Höhenleitwerk über ein zentrales Steckrohr zu montieren; denn auch mit dem Höhenleitwerk kann man bekanntlich die EWD beeinflussen. Beim Kunstflug-Doppeldecker empfiehlt es sich, das Höhenleitwerk immer mit einer Rohrsteckung zu befestigen: So können Sie die EWD mit dem oberen Flügel und und dem Höhenleitwerk einstellen.

Bei allen Flugmodellen lässt sich die EWD am einfachsten einstellen, wenn das Höhenleitwerk als Pendelruder ausgeführt ist. Doch weder in der bemannten Kunstfliegerei noch im Modellkunstflug konnte sich das Pendelruder durchsetzen.

trimming_ewd.png

 


2. Schritt: Schwerpunkt einstellen

Bis jetzt ist der Schwerpunkt nur grob ermittelt und zwar nach dem Motto: Das Modell bei etwa 30 Prozent der Flügelmittellinie aufhängen; zeigt die Schnauze ein wenig nach unten, dann stimmt der Schwerpunkt schon irgendwie. Selbst ein sauber gebautes Modell, dessen Schwerpunkt so grob eingestellt ist, kann seine Kunstflugfähigkeiten wohl kaum entfalten.

Deshalb muss die exakte Schwerpunktlage erflogen werden. Geben Sie etwa 50 bis 75 Prozent Gas und rollen Sie das Modell auf den Kopf. Fliegt der Vogel mit nur viel Tiefenruder geradeaus, dann ist der Flieger kopflastig und benötigt mehr Gewicht im Schwanz. Entweder entfernen Sie Trimmblei aus der Schnauze oder verschieben den Akku nach hinten. Doch Vorsicht, das Stromkabel für die Empfangsanlage darf nicht zu lang werden: Vor allem bei Benzinmotoren mit Zündanlage wirkt sich eine lange Stromzuführung oft negativ auf die Reichweite der Fernsteuerung aus. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um eine FM- oder PCM-Anlage handelt.

Es kann jedoch auch eine andere Situation eintreten: Mit neutralem Höhenruder fliegt das Modell auf dem Kopf und steigt nach oben weg. Jetzt ist die Kunstflugmaschine geringfügig schwanzlastig und benötigt Blei in der Nase.

Richtig ist der Schwerpunkt eingestellt, wenn das Modell mit neutralem Höhenruder oder ganz wenig Tiefenruder geradeaus fliegt.

trimming_schwerpunkt.png

 

3. Schritt: Das Modell lernt geradeaus fliegen

Grundvoraussetzung für ein Kunstflugmodell ist, dass es von selbst geradeaus fliegt. Nur dann kann sich der Pilot voll aufs Wendefigurenprogramm konzentrieren und muss nicht ständig das Eigenleben des Flugmodells ausbügeln.

Bisher ist das Modell nur statisch um die Längsachse ausbalanciert: Dazu wurde es vor dem Erstflug am Schwanzende unterstützt und am Spinner hochgehoben. Selbstklebende Bleigewichte im Randbogenbereich sorgen dafür, dass der Flieger nicht auf einer Seite den Flügel hängen lässt.

Im Flug wirken jedoch auch dynamische Kräfte auf das Flugzeug. Zum einen drückt die Wirbelschleppe des Propellers auf das Seitenleitwerk, und zum anderen macht sich das Drehmoment des Motors bemerkbar. Deshalb kann man das Modell nur im Flug exakt um die Längsachse ausbalancieren.

Geben Sie etwa 50 bis 75 Prozent Gas und rollen Sie das Modell in die Rückenlage. Halten Sie für mindestens 10 Sekunden alle Ruder in der Neutralposition. Dreht dabei ein Flügel nach oben weg, dann muß an dessen Randbogen ein Gewicht angebracht werden. Nehmen Sie sich für das Ausbalancieren um die Längsachse viel Zeit. Geben Sie sich erst zufrieden, wenn das auf den Kopf gerollte Modell bei neutraler Ruderstellung absolut geradeaus fliegt und sich nicht aus der Rückenlage herausdreht.

trimming_fluegel.png

 

4. Schritt: Seitenzug des Motors einstellen

Das Wendefigurenprogramm ist vollgespickt senkrechten Steigpassagen. Man denke nur an die vielen Humpty-Bumps, Quadrat-Loops, den hohen Hut und neuerdings auch das Männchen. Alle diese Figuren werden während des senkrechten Steigflugs mit mehreren Rollen oder Punktrollen geflogen, beim Männchen ist es sogar eine 8-Punkt-Rolle in der senkrechten Aufwärtspassage. Solche Figuren kann man nur mit leichtgewichtigen und stark motorisierten Kunstflugmodellen fliegen. Bei soviel Motor-Power müssen Seitenzug und Motorsturz genau eingestellt sein. Nur dann fliegt das Modell horizontal und vertikal geradeaus.

Zunächst erfliegen Sie den richtigen Seitenzug des Motors. Fliegen Sie das Modell mit Vollgas in horizontaler Fluglage von rechts nach links. Die Flughöhe sollte niedrig sein, etwa 20 Meter Höhe sind genau richtig. Ist das Modell vor Ihnen, ziehen Sie es in einem engen Bogen senkrecht nach oben, und fliegen Sie unmittelbar danach eine viertel Rolle nach links. Wie die Illustration zeigt, sehen Sie jetzt auf das Cockpit des nach oben schießenden Modells. Bricht Ihr Flugzeug nach links aus, dann kann der Motor mehr Seitenzug vertragen. Schert hingegen das Flugzeug nach rechts aus, dann hat der Motor zuviel Seitenzug nach rechts. Verstellen Sie den Seitenzug des Motors solange, bis das Modell im senkrechten Steigflug weder nach links noch nach rechts ausbricht. Erst dann können Sie diesen Punkt abhaken.

trimming_seitenzug.png

 

5. Schritt: Motorsturz einstellen

Jetzt kommt der Motorsturz an die Reihe. Fliegen Sie abermals das Modell mit Vollgas in horizontaler Fluglage von rechts nach links. Auch hier sollte die Flughöhe etwa 20 Meter Höhe betragen. Ist das Modell vor Ihnen, ziehen Sie es in einem engen Bogen senkrecht nach oben.

Wie die Illustration zeigt, sehen Sie jetzt die Seitensilhouette Ihres Modells. Bricht das Flugzeug nach unten, also in Richtung Fahrwerk aus, dann hat der Motor zuviel Sturz. Schert Ihr Flieger hingegen nach oben, also in Richtung Cockpit aus, dann muss der Motorsturz vergrößert werden. Verstellen Sie den Motorsturz solange, bis das Modell im senkrechten Steigflug weder nach oben noch nach unten ausbricht. Bis Motorsturz und Seitenzug exakt stimmen, fließen mehrere Tankfüllungen durch den Vergaser.

trimming_motorsturz.png

 

6. Schritt: Feinabstimmung für den Geradeausflug

Nach den Einstellungen in den Schritten zuvor fliegt das Modell bei horizontalen und vertikalen Flugmanövern schon recht gut geradeaus. Aber gut ist noch lange nicht gut genug. Denn optimaler Geradeausflug ist die Grundvoraussetzung für exakten Kunstflug. Das heißt, fliegt man zum Beispiel mit horizontal ausgerichtetem Flügel in einen Innen- oder Außen-Looping dann kommt das Modell auch wieder exakt horizontal ausgerichtet aus der Kunstflugfigur heraus.

Bisher wurde das Modell nur statisch um die Längsachse ausgewogen. Sie erinnern sich: Den Schwanz unterstützen, am Spinner hochheben und am Randbogen soviel Gewicht anbringen, bis der Vogel die Balance hält. Beim Kunstflug wirken jedoch auch dynamische Kräfte auf das Modell ein, die auf das Flugverhalten einen großen Einfluss haben.

Im Rumpf sind schwere Komponenten wie Motor, Krümmer, ein oder zwei Resorohre sowie Empfänger- und Zündakku eingebaut. Auch ein voller Tank bringt bringt ganz schön Gewicht auf die Waage. Leider lässt es sich nicht realisieren, dass diese schweren Brocken symmetrisch zur Rumpfmittellinie montiert sind. Da Akkus, Resorohre und Krümmer nicht symmetrisch um die Rumpfmittellinie montiert sind, drehen diese Komponenten das Flugmodell bei hoher G-Belastung aus der Kunstflugfigur heraus. Besondere Übeltäter sind Motore mit einem Zylinder: Wegen der asymmetrischen Bauweise dieser Zerknalltreiblinge liegt der Motorschwerpunkt weit entfernt von der Rumpfmittellinie. Und das wirkt sich bei hohen dynamischen Belastungen negativ auf das Flugverhalten aus: Folgende Flugfigur soll das verdeutlichen: Fliegen Sie einmal mit Ihrem Modell drei oder vier Loopings hintereinander, die sich decken. Bewegt sich der Flieger bei neutralem Quer- und Seitenruder auf einer einer Korkenzieherbahn, dann ist noch einiges an Feinabstimmung nötig.

Obwohl die englische Fachliteratur ausführlich auf das soeben beschriebene Problem eingeht, kann man hierzulande kaum etwas darüber lesen. Im Internet finden Sie mit Suchbegriffen wie „wing walk“, „heavy wing effect“ oder „muffler effect“ weitere

Informationen. Doch jetzt wird wieder gestartet:

Fliegen Sie das Modell im Horizontalflug von rechts nach links mit etwa 50 bis 75 Prozent Gas an. Querruder und Seitenruder müssen absolut neutral sein, und der Flieger darf keinen Flügel hängen lassen (Querruder) noch um die Hochachse gieren (Seitenruder). Befindet sich das Modell vor Ihnen, also in der Mitte des Flugfensters, dann fliegen Sie einen gezogenen Looping. Der Durchmesser des Loop sollte bei einem F3A-Modell (10 bis 20-ccm-Klasse) etwa 50 Meter sein, bei einem F3A-X-Modell sind 80 bis 100 Meter ein guter Wert. In der Abwärtspassage des Loops wird das Gas nicht zurückgenommen: Der Flieger sollte beim Abfangen schnell sein, damit eine ordentliche G-Belastung zustande kommt. Lässt zum Beispiel das Modell den rechten Flügel nach dem Looping hängen, dann verträgt die linke Flügelspitze mehr Gewicht. Geben Sie sich erst zufrieden, wenn das Modell gerade aus dem Loop herauskommt.

trimming_feinabstimmung.png

 

7. Schritt: Querruder-Differenzierung

Bei der Vierpunkt-, Achtpunkt- und der langsamen Rolle kommt es auf die Querruder-Differenzierung an. Viele Modellpiloten fliegen diese drei Figuren ganz ohne Differenzierung der Querruder. Kommt beim Rollen um die Längsachse das Flugmodell etwas von der Bahn ab, dann korrigiert ein erfahrener Pilot mit Seiten- und Höhenruder.

trimming_querruder.png

 

Mit der Querruder-Differenzierung kann sich aber jeder Newcomer das Leben beim Modellkunstflug erleichtern: Meist ist beim Rollen um die Längsachse keine Korrektur nötig, da das Modell von sich aus geradeaus fliegt und kaum vom Kurs abkommt.

Zur Ermittlung der Querruder-Differenzierung fliegen Sie das Modell von rechts nach links mit etwa 50 bis 75 Prozent Gas und in etwa 50 Meter Höhe an. Fliegen Sie drei Rechtsrollen, die zusammen etwa 6 bis 9 Sekunden dauern, also 2 bis 3 Sekunden pro Rolle. Bricht das Modell dabei nach rechts aus, dann benötigt es mehr Querruder-Differenzierung. Weicht hingegen das Flugzeug während der drei Rechtsrollen nach links aus, dann sind die Querruder zu stark differenziert. Mischen Sie im Sender soviel Differenzierung bei, bis die Rollachse gerade verläuft.

trimming_querruder2.gif

Anschließend drehen Sie den Spieß um: Jetzt werden mit 50 bis 75 Prozent Gas drei Linksrollen hintereinander geflogen. Bricht das Modell nach links aus, dann kann es mehr Querruder-Differenzierung vertragen. Weicht der Kunstflieger nach rechst vom Kurs ab, dann muss die Querruder-Differenzierung zurück genommen werden. Meist müssen Sie jedoch bei der Kursabweichung zwischen den Links- und Rechtrollen einen Kompromiss finden.

8. Schritt: Optimale V-Form erfliegen

Die optimale V-Form ist vor allem bei Kunstflug-Tiefdeckern wichtig. Modellpiloten, die einen Mitteldecker wie die Extra 300 oder einen Doppeldecker wie den Ultimate fliegen, müssen sich über die V-Form des Flügels nicht den Kopf zerbrechen: Diese Flugmodelle benötigen im Messerflug kaum Seitenruder und drehen sich auch nicht heraus.

Fliegen Sie das Modell von rechts nach links mit etwa 50 bis 75 Prozent Gas und in etwa 50 Meter Höhe an. Rollen Sie das Flugzeug nach links in den Messerflug und halten Sie es mit ganz wenig Höhen und Seitenruder für mindestens 10 Sekunden in dieser Fluglage. Das Querruder darf nicht mehr betätigt werden, sobald die Messerfluglage erreicht ist. Dreht sich das Kunstflugmodell nach links aus dem Messerflug, dann benötigt es weniger V-Form im Flügel.

trimming_vform.png

 

Zur weiteren Kontrolle der exakten V-Form fliegen Sie jetzt das Modell von links nach rechts an. Rollen Sie das Flugzeug nach rechts in den Messerflug, und halten Sie es abermals für mindestens 10 Sekunden in der Messerfluglage. Das Querruder muss in der Neutralstellung bleiben, sobald das Modell die Messerfluglage erreicht hat. Dreht sich der Flieger nach links aus dem Messerflug, dann benötigt er mehr V-Form im Flügel.

Bei einteiligen Tragflächen kann man die V-Form recht einfach korrigieren: Der Flügel wird in der Mitte mit einem Metallsägeblatt etwa zu 90 Prozent der Profildicke durchgeschnitten. Durch den gesägten Schlitz läßt sich jetzt die Tragfäche in die gewünschte V-Form bringen. Mit etwas Epoxy und Gewebeband wird der Flügel wieder zusammengeklebt.

Schwieriger wird die ganze Sache, wenn das Kunstflugmodell mit einer gesteckten Tragfläche ausgestattet ist. Vor ein paar Jahren baute ich eine Supra-Fly 2500 (FMT-Bauplanmodell von Hanno Prettner, Spw. 210 cm, 30-ccm-Super-Tigre). Abweichend vom Bauplan wurde der Rumpf etwas höher gebaut, der Flügel so tief wie möglich gesetzt und mit einer 30-mm-Alusteckung (Simprop) versehen. Beim Fliegen zeigte sich, dass die modifizierte Supra-Fly mehr V-Form benötigt. Mit einem Heißluftföhn habe ich das in den Rumpf geharzte Alurohr solange erhitzt bis das Harz weich wurde. Ein paar kräftige Drehbewegungen, und dann konnte ich das Rohr mit sanfter Gewalt aus dem Rumpf herausziehen.

Dann wurde das Alurohr in der Mitte mit einer Metallsäge bis etwa zu 90 Prozent des Durchmessers durchtrennt. Durch den gesägten Schlitz läßt sich das Rohr in die gewünschte V-Form biegen. Das V-förmige Steckungsrohr wurde jetzt in der Mitte mit einer Glasgewebemanschette versehen und wieder in den Rumpf eingeharzt. Danach bestand die Supra-Fly den "8. Schritt" einwandfrei, weil die V-Form stimmte.

9. Schritt: Höhenruder abstimmen

Obwohl das Kunstflugmodell um die Längsachse perfekt ausgewogen und optimal für den Geradeausflug getrimmt ist, macht es bei Loopings und Humpty-Bumps noch eine ganz leichte Rollbewegung. Mit den im 3. und 6. Schritt beschriebenen Einstellarbeiten lässt sich das letzte Quäntchen Eigenleben nicht austreiben.

trimming_hoehenruder.png trimming_hoehenruder2.png

Fast immer ist das Höhenruder der Übeltäter. Um dem Problem auf die Schliche zu kommen, werden hintereinander ein gezogener Looping, gefolgt von einer halben Rolle und aus dem Rückenflug und dann ein gedrückter Looping geflogen. So kann man sehr gut beobachten, ob die beiden Höhenruderservos gleich schnell laufen und/oder die Ruderausschläge der beiden Höhenruderblätter gleich groß sind. Schleichen sich bei der Höhenruderanlenkung mechanische Ungenauigkeiten ein, dann entsteht bei gezogenen und gedrückten Kunstflugfiguren eine nicht erwünschte Rollbewegung.

Bei F3A-X-Modellen werden die beiden Höhenruderservos oft unter dem Höhenleitwerk in die Rumpfseitenwand eingebaut. An dieser Stelle sind viele GFK-Rümpfe nicht als Sandwich ausgeführt. Fehlt der Stützstoff um das Servo herum, dann verbiegt sich die Rumpfseitenwand bei einem hohen Ruderdruck. Deshalb schlagen die Höhenruderblätter verschieden stark nach oben und unten aus, und das Kunstflugmodell entwickelt bei gezogenen und gedrückten Figuren Eigenleben, es beginnt zu rollen. Hier hilft nur eines, der Rumpf muss am Schwanzende mit ein paar Balsaleisten ausgesteift werden.

Um herauszufinden, ob die Höhenruderblätter bei Neutralstellung in einer Ebene liegen, ob sie verschieden stark ausschlagen oder ob die Stellzeiten beider Höhenruderservos übereinstimmen, müssen Sie wieder den Motor anwerfen und starten. Fliegen Sie das Modell von rechts an, und führen Sie mit neutralem Querruder einen gezogenen Looping aus. Rollen Sie jetzt das Modell auf den Kopf und fliegen Sie mit neutralem Querruder einen gedrückten Looping. Rollt das Kunstflugmodell sowohl beim gezogenen als auch beim gedrückten Looping in die gleiche Richtung dann liegen die beiden Höhenruderblätter nicht in einer Ebene. Das heißt ein Ruderblatt schaut etwas nach oben und das andere nach unten. Und dadurch kommt eine unerwünschte Querruderwirkung zustande.

Rollt das Modell hingegen beim gezogenen Looping zum Beispiel nach links und beim gedrückten Looping nach rechts, dann schlägt ein Höhenruderblatt mehr aus als das andere. Dieser Effekt tritt meist dann auf, wenn die Höhenruderservos verschiedene Stellzeiten aufweisen oder bei der Kraftübertragung vom Servo zum Höhenruderblatt irgendwelche Verbiegungen auftreten.

Sind die Höhenruderservos in die Rumpfseitenwand eingebaut und gibt dies bei hohem Ruderdruck nach, dann muss der Rumpf ausgesteift werden. Auch Rudergestänge sowie Ruderhörner dürfen sich nicht verbiegen und müssen absolut spielfrei sein. Paddeln die beiden Höhenruderblätter, wenn sie in die Extremstellungen gefahren werden, dann sollten Sie zwei Höhenruderservos paaren.

Copyright Texte und Design: Loys Nachtmann

Alle Rechte vorbehalten

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 4. Dezember 2007 )
 
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