1. Schritt: EWD einstellen
Nachdem
die Ruderreaktionen auf die Steuergewohnheiten des Piloten abgestimmt
sind, das Modell um die Längsachse ausbalanciert und der Schwerpunkt
grob eingestellt ist, geht es der EWD an den Kragen. Dazu wird der
Motor gedrosselt und das Modell in der Mitte des Flugfensters in den
senkrechten Sturzflug gebracht. Mindestens 50 Meter sollte es im
Sturzflug nach unten gehen. Fällt das Modell die gesamte Strecke
senkrecht nach unten, dann ist die EWD fürs erste in Ordnung. Bei
zuviel EWD bricht der Flieger in Richtung Cockpit aus, bei zu wenig EWD
in Richtung Fahrwerk.
Es gibt mehrere Möglichkeiten die EWD
nachträglich zu modifizieren. Ist bei einem Mittel- oder Tiefdecker die
Tragfläche über ein zentrales Steckrohr am Rumpf befestigt, dann fällt
es nicht schwer, die beiden Flächenhälften in die gewünschte Richtung
zu verdrehen.
Bei einer durchgehenden Tragfläche ist es
angebracht, das Höhenleitwerk über ein zentrales Steckrohr zu
montieren; denn auch mit dem Höhenleitwerk kann man bekanntlich die EWD
beeinflussen. Beim Kunstflug-Doppeldecker empfiehlt es sich, das
Höhenleitwerk immer mit einer Rohrsteckung zu befestigen: So können Sie
die EWD mit dem oberen Flügel und und dem Höhenleitwerk einstellen.
Bei
allen Flugmodellen lässt sich die EWD am einfachsten einstellen, wenn
das Höhenleitwerk als Pendelruder ausgeführt ist. Doch weder in der
bemannten Kunstfliegerei noch im Modellkunstflug konnte sich das
Pendelruder durchsetzen.
2. Schritt: Schwerpunkt einstellen
Bis
jetzt ist der Schwerpunkt nur grob ermittelt und zwar nach dem Motto:
Das Modell bei etwa 30 Prozent der Flügelmittellinie aufhängen; zeigt
die Schnauze ein wenig nach unten, dann stimmt der Schwerpunkt schon
irgendwie. Selbst ein sauber gebautes Modell, dessen Schwerpunkt so
grob eingestellt ist, kann seine Kunstflugfähigkeiten wohl kaum
entfalten.
Deshalb muss die exakte Schwerpunktlage erflogen
werden. Geben Sie etwa 50 bis 75 Prozent Gas und rollen Sie das Modell
auf den Kopf. Fliegt der Vogel mit nur viel Tiefenruder geradeaus, dann
ist der Flieger kopflastig und benötigt mehr Gewicht im Schwanz.
Entweder entfernen Sie Trimmblei aus der Schnauze oder verschieben den
Akku nach hinten. Doch Vorsicht, das Stromkabel für die Empfangsanlage
darf nicht zu lang werden: Vor allem bei Benzinmotoren mit Zündanlage
wirkt sich eine lange Stromzuführung oft negativ auf die Reichweite der
Fernsteuerung aus. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um eine FM-
oder PCM-Anlage handelt.
Es kann jedoch auch eine andere
Situation eintreten: Mit neutralem Höhenruder fliegt das Modell auf dem
Kopf und steigt nach oben weg. Jetzt ist die Kunstflugmaschine
geringfügig schwanzlastig und benötigt Blei in der Nase.
Richtig ist der Schwerpunkt eingestellt, wenn das Modell mit neutralem Höhenruder oder ganz wenig Tiefenruder geradeaus fliegt.
3. Schritt: Das Modell lernt geradeaus fliegen
Grundvoraussetzung
für ein Kunstflugmodell ist, dass es von selbst geradeaus fliegt. Nur
dann kann sich der Pilot voll aufs Wendefigurenprogramm konzentrieren
und muss nicht ständig das Eigenleben des Flugmodells ausbügeln.
Bisher
ist das Modell nur statisch um die Längsachse ausbalanciert: Dazu wurde
es vor dem Erstflug am Schwanzende unterstützt und am Spinner
hochgehoben. Selbstklebende Bleigewichte im Randbogenbereich sorgen
dafür, dass der Flieger nicht auf einer Seite den Flügel hängen lässt.
Im
Flug wirken jedoch auch dynamische Kräfte auf das Flugzeug. Zum einen
drückt die Wirbelschleppe des Propellers auf das Seitenleitwerk, und
zum anderen macht sich das Drehmoment des Motors bemerkbar. Deshalb
kann man das Modell nur im Flug exakt um die Längsachse ausbalancieren.
Geben
Sie etwa 50 bis 75 Prozent Gas und rollen Sie das Modell in die
Rückenlage. Halten Sie für mindestens 10 Sekunden alle Ruder in der
Neutralposition. Dreht dabei ein Flügel nach oben weg, dann muß an
dessen Randbogen ein Gewicht angebracht werden. Nehmen Sie sich für das
Ausbalancieren um die Längsachse viel Zeit. Geben Sie sich erst
zufrieden, wenn das auf den Kopf gerollte Modell bei neutraler
Ruderstellung absolut geradeaus fliegt und sich nicht aus der
Rückenlage herausdreht.
4. Schritt: Seitenzug des Motors einstellen
Das
Wendefigurenprogramm ist vollgespickt senkrechten Steigpassagen. Man
denke nur an die vielen Humpty-Bumps, Quadrat-Loops, den hohen Hut und
neuerdings auch das Männchen. Alle diese Figuren werden während des
senkrechten Steigflugs mit mehreren Rollen oder Punktrollen geflogen,
beim Männchen ist es sogar eine 8-Punkt-Rolle in der senkrechten
Aufwärtspassage. Solche Figuren kann man nur mit leichtgewichtigen und
stark motorisierten Kunstflugmodellen fliegen. Bei soviel Motor-Power
müssen Seitenzug und Motorsturz genau eingestellt sein. Nur dann fliegt
das Modell horizontal und vertikal geradeaus.
Zunächst erfliegen
Sie den richtigen Seitenzug des Motors. Fliegen Sie das Modell mit
Vollgas in horizontaler Fluglage von rechts nach links. Die Flughöhe
sollte niedrig sein, etwa 20 Meter Höhe sind genau richtig. Ist das
Modell vor Ihnen, ziehen Sie es in einem engen Bogen senkrecht nach
oben, und fliegen Sie unmittelbar danach eine viertel Rolle nach links.
Wie die Illustration zeigt, sehen Sie jetzt auf das Cockpit des nach
oben schießenden Modells. Bricht Ihr Flugzeug nach links aus, dann kann
der Motor mehr Seitenzug vertragen. Schert hingegen das Flugzeug nach
rechts aus, dann hat der Motor zuviel Seitenzug nach rechts. Verstellen
Sie den Seitenzug des Motors solange, bis das Modell im senkrechten
Steigflug weder nach links noch nach rechts ausbricht. Erst dann können
Sie diesen Punkt abhaken.
5. Schritt: Motorsturz einstellen
Jetzt
kommt der Motorsturz an die Reihe. Fliegen Sie abermals das Modell mit
Vollgas in horizontaler Fluglage von rechts nach links. Auch hier
sollte die Flughöhe etwa 20 Meter Höhe betragen. Ist das Modell vor
Ihnen, ziehen Sie es in einem engen Bogen senkrecht nach oben.
Wie
die Illustration zeigt, sehen Sie jetzt die Seitensilhouette Ihres
Modells. Bricht das Flugzeug nach unten, also in Richtung Fahrwerk aus,
dann hat der Motor zuviel Sturz. Schert Ihr Flieger hingegen nach oben,
also in Richtung Cockpit aus, dann muss der Motorsturz vergrößert
werden. Verstellen Sie den Motorsturz solange, bis das Modell im
senkrechten Steigflug weder nach oben noch nach unten ausbricht. Bis
Motorsturz und Seitenzug exakt stimmen, fließen mehrere Tankfüllungen
durch den Vergaser.
6. Schritt: Feinabstimmung für den Geradeausflug
Nach
den Einstellungen in den Schritten zuvor fliegt das Modell bei
horizontalen und vertikalen Flugmanövern schon recht gut geradeaus.
Aber gut ist noch lange nicht gut genug. Denn optimaler Geradeausflug
ist die Grundvoraussetzung für exakten Kunstflug. Das heißt, fliegt man
zum Beispiel mit horizontal ausgerichtetem Flügel in einen Innen- oder
Außen-Looping dann kommt das Modell auch wieder exakt horizontal
ausgerichtet aus der Kunstflugfigur heraus.
Bisher wurde das
Modell nur statisch um die Längsachse ausgewogen. Sie erinnern sich:
Den Schwanz unterstützen, am Spinner hochheben und am Randbogen soviel
Gewicht anbringen, bis der Vogel die Balance hält. Beim Kunstflug
wirken jedoch auch dynamische Kräfte auf das Modell ein, die auf das
Flugverhalten einen großen Einfluss haben.
Im Rumpf sind schwere
Komponenten wie Motor, Krümmer, ein oder zwei Resorohre sowie
Empfänger- und Zündakku eingebaut. Auch ein voller Tank bringt bringt
ganz schön Gewicht auf die Waage. Leider lässt es sich nicht
realisieren, dass diese schweren Brocken symmetrisch zur
Rumpfmittellinie montiert sind. Da Akkus, Resorohre und Krümmer nicht
symmetrisch um die Rumpfmittellinie montiert sind, drehen diese
Komponenten das Flugmodell bei hoher G-Belastung aus der Kunstflugfigur
heraus. Besondere Übeltäter sind Motore mit einem Zylinder: Wegen der
asymmetrischen Bauweise dieser Zerknalltreiblinge liegt der
Motorschwerpunkt weit entfernt von der Rumpfmittellinie. Und das wirkt
sich bei hohen dynamischen Belastungen negativ auf das Flugverhalten
aus: Folgende Flugfigur soll das verdeutlichen: Fliegen Sie einmal mit
Ihrem Modell drei oder vier Loopings hintereinander, die sich decken.
Bewegt sich der Flieger bei neutralem Quer- und Seitenruder auf einer
einer Korkenzieherbahn, dann ist noch einiges an Feinabstimmung nötig.
Obwohl
die englische Fachliteratur ausführlich auf das soeben beschriebene
Problem eingeht, kann man hierzulande kaum etwas darüber lesen. Im
Internet finden Sie mit Suchbegriffen wie „wing walk“, „heavy wing
effect“ oder „muffler effect“ weitere
Informationen. Doch jetzt wird
wieder gestartet:
Fliegen Sie das Modell im Horizontalflug von
rechts nach links mit etwa 50 bis 75 Prozent Gas an. Querruder und
Seitenruder müssen absolut neutral sein, und der Flieger darf keinen
Flügel hängen lassen (Querruder) noch um die Hochachse gieren
(Seitenruder). Befindet sich das Modell vor Ihnen, also in der Mitte
des Flugfensters, dann fliegen Sie einen gezogenen Looping. Der
Durchmesser des Loop sollte bei einem F3A-Modell (10 bis 20-ccm-Klasse)
etwa 50 Meter sein, bei einem F3A-X-Modell sind 80 bis 100 Meter ein
guter Wert. In der Abwärtspassage des Loops wird das Gas nicht
zurückgenommen: Der Flieger sollte beim Abfangen schnell sein, damit
eine ordentliche G-Belastung zustande kommt. Lässt zum Beispiel das
Modell den rechten Flügel nach dem Looping hängen, dann verträgt die
linke Flügelspitze mehr Gewicht. Geben Sie sich erst zufrieden, wenn
das Modell gerade aus dem Loop herauskommt.
7. Schritt: Querruder-Differenzierung
Bei
der Vierpunkt-, Achtpunkt- und der langsamen Rolle kommt es auf die
Querruder-Differenzierung an. Viele Modellpiloten fliegen diese drei
Figuren ganz ohne Differenzierung der Querruder. Kommt beim Rollen um
die Längsachse das Flugmodell etwas von der Bahn ab, dann korrigiert
ein erfahrener Pilot mit Seiten- und Höhenruder.
Mit der
Querruder-Differenzierung kann sich aber jeder Newcomer das Leben beim
Modellkunstflug erleichtern: Meist ist beim Rollen um die Längsachse
keine Korrektur nötig, da das Modell von sich aus geradeaus fliegt und
kaum vom Kurs abkommt.
Zur Ermittlung der
Querruder-Differenzierung fliegen Sie das Modell von rechts nach links
mit etwa 50 bis 75 Prozent Gas und in etwa 50 Meter Höhe an. Fliegen
Sie drei Rechtsrollen, die zusammen etwa 6 bis 9 Sekunden dauern, also
2 bis 3 Sekunden pro Rolle. Bricht das Modell dabei nach rechts aus,
dann benötigt es mehr Querruder-Differenzierung. Weicht hingegen das
Flugzeug während der drei Rechtsrollen nach links aus, dann sind die
Querruder zu stark differenziert. Mischen Sie im Sender soviel
Differenzierung bei, bis die Rollachse gerade verläuft.
Anschließend
drehen Sie den Spieß um: Jetzt werden mit 50 bis 75 Prozent Gas drei
Linksrollen hintereinander geflogen. Bricht das Modell nach links aus,
dann kann es mehr Querruder-Differenzierung vertragen. Weicht der
Kunstflieger nach rechst vom Kurs ab, dann muss die
Querruder-Differenzierung zurück genommen werden. Meist müssen Sie
jedoch bei der Kursabweichung zwischen den Links- und Rechtrollen einen
Kompromiss finden.
8. Schritt: Optimale V-Form erfliegen
Die
optimale V-Form ist vor allem bei Kunstflug-Tiefdeckern wichtig.
Modellpiloten, die einen Mitteldecker wie die Extra 300 oder einen
Doppeldecker wie den Ultimate fliegen, müssen sich über die V-Form des
Flügels nicht den Kopf zerbrechen: Diese Flugmodelle benötigen im
Messerflug kaum Seitenruder und drehen sich auch nicht heraus.
Fliegen
Sie das Modell von rechts nach links mit etwa 50 bis 75 Prozent Gas und
in etwa 50 Meter Höhe an. Rollen Sie das Flugzeug nach links in den
Messerflug und halten Sie es mit ganz wenig Höhen und Seitenruder für
mindestens 10 Sekunden in dieser Fluglage. Das Querruder darf nicht
mehr betätigt werden, sobald die Messerfluglage erreicht ist. Dreht
sich das Kunstflugmodell nach links aus dem Messerflug, dann benötigt
es weniger V-Form im Flügel.
Zur weiteren Kontrolle der exakten
V-Form fliegen Sie jetzt das Modell von links nach rechts an. Rollen
Sie das Flugzeug nach rechts in den Messerflug, und halten Sie es
abermals für mindestens 10 Sekunden in der Messerfluglage. Das
Querruder muss in der Neutralstellung bleiben, sobald das Modell die
Messerfluglage erreicht hat. Dreht sich der Flieger nach links aus dem
Messerflug, dann benötigt er mehr V-Form im Flügel.
Bei
einteiligen Tragflächen kann man die V-Form recht einfach korrigieren:
Der Flügel wird in der Mitte mit einem Metallsägeblatt etwa zu 90
Prozent der Profildicke durchgeschnitten. Durch den gesägten Schlitz
läßt sich jetzt die Tragfäche in die gewünschte V-Form bringen. Mit
etwas Epoxy und Gewebeband wird der Flügel wieder zusammengeklebt.
Schwieriger
wird die ganze Sache, wenn das Kunstflugmodell mit einer gesteckten
Tragfläche ausgestattet ist. Vor ein paar Jahren baute ich eine
Supra-Fly 2500 (FMT-Bauplanmodell von Hanno Prettner, Spw. 210 cm,
30-ccm-Super-Tigre). Abweichend vom Bauplan wurde der Rumpf etwas höher
gebaut, der Flügel so tief wie möglich gesetzt und mit einer
30-mm-Alusteckung (Simprop) versehen. Beim Fliegen zeigte sich, dass
die modifizierte Supra-Fly mehr V-Form benötigt. Mit einem Heißluftföhn
habe ich das in den Rumpf geharzte Alurohr solange erhitzt bis das Harz
weich wurde. Ein paar kräftige Drehbewegungen, und dann konnte ich das
Rohr mit sanfter Gewalt aus dem Rumpf herausziehen.
Dann wurde
das Alurohr in der Mitte mit einer Metallsäge bis etwa zu 90 Prozent
des Durchmessers durchtrennt. Durch den gesägten Schlitz läßt sich das
Rohr in die gewünschte V-Form biegen. Das V-förmige Steckungsrohr wurde
jetzt in der Mitte mit einer Glasgewebemanschette versehen und wieder
in den Rumpf eingeharzt. Danach bestand die Supra-Fly den "8. Schritt"
einwandfrei, weil die V-Form stimmte.
9. Schritt: Höhenruder abstimmen
Obwohl
das Kunstflugmodell um die Längsachse perfekt ausgewogen und optimal
für den Geradeausflug getrimmt ist, macht es bei Loopings und
Humpty-Bumps noch eine ganz leichte Rollbewegung. Mit den im 3. und 6.
Schritt beschriebenen Einstellarbeiten lässt sich das letzte Quäntchen
Eigenleben nicht austreiben.
Fast immer ist das Höhenruder der
Übeltäter. Um dem Problem auf die Schliche zu kommen, werden
hintereinander ein gezogener Looping, gefolgt von einer halben Rolle
und aus dem Rückenflug und dann ein gedrückter Looping geflogen. So
kann man sehr gut beobachten, ob die beiden Höhenruderservos gleich
schnell laufen und/oder die Ruderausschläge der beiden
Höhenruderblätter gleich groß sind. Schleichen sich bei der
Höhenruderanlenkung mechanische Ungenauigkeiten ein, dann entsteht bei
gezogenen und gedrückten Kunstflugfiguren eine nicht erwünschte
Rollbewegung.
Bei F3A-X-Modellen werden die beiden
Höhenruderservos oft unter dem Höhenleitwerk in die Rumpfseitenwand
eingebaut. An dieser Stelle sind viele GFK-Rümpfe nicht als Sandwich
ausgeführt. Fehlt der Stützstoff um das Servo herum, dann verbiegt sich
die Rumpfseitenwand bei einem hohen Ruderdruck. Deshalb schlagen die
Höhenruderblätter verschieden stark nach oben und unten aus, und das
Kunstflugmodell entwickelt bei gezogenen und gedrückten Figuren
Eigenleben, es beginnt zu rollen. Hier hilft nur eines, der Rumpf muss
am Schwanzende mit ein paar Balsaleisten ausgesteift werden.
Um
herauszufinden, ob die Höhenruderblätter bei Neutralstellung in einer
Ebene liegen, ob sie verschieden stark ausschlagen oder ob die
Stellzeiten beider Höhenruderservos übereinstimmen, müssen Sie wieder
den Motor anwerfen und starten. Fliegen Sie das Modell von rechts an,
und führen Sie mit neutralem Querruder einen gezogenen Looping aus.
Rollen Sie jetzt das Modell auf den Kopf und fliegen Sie mit neutralem
Querruder einen gedrückten Looping. Rollt das Kunstflugmodell sowohl
beim gezogenen als auch beim gedrückten Looping in die gleiche Richtung
dann liegen die beiden Höhenruderblätter nicht in einer Ebene. Das
heißt ein Ruderblatt schaut etwas nach oben und das andere nach unten.
Und dadurch kommt eine unerwünschte Querruderwirkung zustande.
Rollt
das Modell hingegen beim gezogenen Looping zum Beispiel nach links und
beim gedrückten Looping nach rechts, dann schlägt ein Höhenruderblatt
mehr aus als das andere. Dieser Effekt tritt meist dann auf, wenn die
Höhenruderservos verschiedene Stellzeiten aufweisen oder bei der
Kraftübertragung vom Servo zum Höhenruderblatt irgendwelche
Verbiegungen auftreten.
Sind die Höhenruderservos in die
Rumpfseitenwand eingebaut und gibt dies bei hohem Ruderdruck nach, dann
muss der Rumpf ausgesteift werden. Auch Rudergestänge sowie Ruderhörner
dürfen sich nicht verbiegen und müssen absolut spielfrei sein. Paddeln
die beiden Höhenruderblätter, wenn sie in die Extremstellungen gefahren
werden, dann sollten Sie zwei Höhenruderservos paaren.
Copyright Texte und Design: Loys Nachtmann
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