| Geschrieben von Bastian Janßen,
am 09-07-2009 12:24
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Veröffentlicht in : Modellbauberichte, E-flite |
Seit meinem 12. Lebensjahr führe ich dieses, eines der faszinierenden Hobbys, aus. Mit einer 5 jährigen Pause habe ich den Flugmodellsport seit einem Jahr nun wieder aufgenommen.
Wieder eingestiegen mit einem Hubschrauber der 450er Klasse plagte mich die Sehnsucht nach den Flächenmodellen. Neben Schaumwaffeln wie einer Edge 540T von Hype und einem Eurofighter von Carson musste wieder was Richtiges her. Ein Modell nicht aus Kunstfaser sonder aus Holz! Die Wahl war nicht schwer. Auf der Messe viel mir sofort das wohl schönste je Konzipierte Modell sofort ins Auge. Die Pitts 12 15e von E-flite.
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Antriebsart: Elektro
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Modelleignung: Fortgeschrittene
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Technische Daten:
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Hersteller/Anbieter:E-flite/Horizon Hobby
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Spannweite: 1015 mm
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Rumpflänge: 990 mm
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Abfluggewicht: 1510g
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Tragflächeninhalt: ca. 35,8 dm²
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RC-Funktionen: Seiten-, Höhen-, Querruder u. Motor
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Antrieb: Hype AL35-900XL + 3S 2800mAh
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Verwendete Luftschrauben: Graupner 3-Blatt 11x7; Graupner G-Sonic 13x6; Graupner 12,5x5; Maro Wood 12x7
Mein Baubericht:
Beginnend habe ich einmal den Bausatz, so wie er geliefert wird, auseinander gepflückt.




Dann gingen die ersten Bauschritte los. Manchmal gar nicht so einfach, es liegt nur eine englische Bedienungsanleitung vor.
Angefangen habe ich mit dem Einkleben der Scharniere in die Ruder. Vorbereitend habe mit einem 1,5mm Bohrer mittig Löcher in die Einschubschlitze gebohrt. Hier wird der Sekundenkleber reingetropft.

Nach kurzer Zeit war dieser Abschnitt erledigt. Das Ergebnis ließ sich sehen und brachte eine erste Zigarettenpause mit sich.
Danach wurden die Ruder in die Flächen geklebt. Auch hier wurden wieder Löcher für den Klebstoff gebohrt. Das Einkleben sollte schnell und präzise erfolgen. Nicht umsonst heißt es "Sekundenkleber" :-)

Als nächster Schritt war die Installation der Flächenservos für die Querruder an der Tagesordnung. Uiuiui, hätte ich gewusst das es so eine große Überraschung gibt, hätte ich wahrscheinlich diesen Punkt vertagt.

Soweit so gut! Nun stellte sich bei der Montage heraus, dass im Grunde genommen fast gar nichts passt :-O
2 Seiten mussten mit der Fräse bearbeitet werden, damit die Balsa-Klötze in der Ausparung Platz finden und sich versenken lassen.
Nachdem alles fein verstaut war (etwas kniffelig ...

...bekam meine Fläche urplötzlich anscheinend die Beulenpest.
Also mussten auch hier die Balsa-Klötze verkürzt werden. Nach dem 10. Mal habe ich aufgehört zu zählen, wie oft ich die Abdeckung los- und festschrauben musste.
Danach wurde die Platte zur Aufnahme der Schraube zur Flächenbefestigung aufgeklebt und die beiden Stifte. Beides mittels 5min. Epoxy. Die Folie wurde vorsichtig mit einem Lötkolben entfernt um die Holzstruktur nicht zu beschädigen.

Nun wurde noch die Anlenkung der Flächenservos befestigt. Diese Lösung ist meines Erachtens nach zwar nicht optimal aber ausreichend.
RAUCHERPAUSE!
Frisch gestärkt und vom Baustreß erholt wurden die Servos für Höhe und Seite nun in Angriff genommen. Hier gab es zu meinem Erstaunen nach keinerlei Probleme ( meinen Vorbauern ist es nicht so gut ergangen )

Das Montieren der Ruderhörner machte keine Schwierigkeiten.
Noch schnell die Verlängerungen angeschlossen und ein weiteres Kapitel war abgeschlossen.
Nun war es an der Zeit der Pitts den Begriff Bodenfreiheit näher zu bringen. Das Fahrwerk wurde ohne Probleme montiert. Die Lösung ist sehr stabil und gut durchdacht.

Es juckte mir in den Fingern das Herzstück des Modells endlich mit seinem Träger zu verbinden. Die passenden Distanzhülsen lagen dem Bausatz bei. Alles passte 100%ig

Für die künstlerische Gestaltung der Motoratrappe nam ich mir ein wenig Zeit und ein kühles Bierchen. Mein bester Freund hierbei war ein Edding Lackstift und eine Bastelschere.
Am meisten Spaß aber brachte mir die Montage der Leitwerksstabilisatoren. Wie bis zu diesem Zeitpunkt gewohnt, völlig problemlos. Auch die "Finnen" montierte ich.

Finish!
Dieses machte leider alle positiven Punkte dieses so tollen Bausatzes leider kompl. kaputt und zu nichte :-( Der Konstrukteur hatte an dieser Stelle wahrscheinlich keine Lust mehr oder es gingen ihm die Ideen aus.
Die Lösung mittels eingeklebter Sperrholzaufnhamen entpuppten sich als totaler Flop. Wahrscheinlich wäre es der Tod der Pitts in der Luft geworden. Diese Art ist viel zu labil und ungenau. Spielfreiheit ist hier ein Fremdwort.
Zur Abhilfe bastelte ich mir aus der Ruderhornarretierung passende Distanzhülsen. Mit diesen war die Anlenkung jedenfalls schon einmal annährend Spielfrei.

Leider ( oder zum Glück?! ) stellte sich nach der ersten Inbetriebnahme heraus, dass die Sperrholzlösung absolut untauglich ist und bei kleinsten Belastungen aus der Fläche bricht!
Hier habe ich nun meine eigene Lösung konzipiert und umgesetzt. Auf beiden Flächen habe ich Ruderhörner montiert und mit Kugelgelenken angelenkt. JETZT...sind die Ruder absolut spielfrei.
Lipo, Regler und Empfänger verstaute ich zugänglich unter der großzügigen Haube.
Die vorgeschlagene Montage des Empfängers unterhalb des Cockpits kam für mich nicht in Frage. Zum Herankommen müsste jedesmal die kompl. Fläche demontiert werden.
Nach ungezählten Baustunden kam nun dieses Traumstück zum Vorschein ----> :-)


Letztes Update : 09-07-2009 13:02
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