Bisher sind die Küstenflieger für reine Segler bekannt - die sich besonders gerne am Hang aufhalten, mit einer ordentlichen Brise Wind um die Ohren. Wer einen Elektrosegler daraus machen wollte, der musste dies in Eigenregie umsetzen. Die bestehende Palette wird nun durch den Segler "Fenrir" mit einem vorbereiteten Elektrorumpf erweitert. Nach einem intensiven Beratungsgespräch mit Frank Hackbarth war die Sache für mich klar: „Haben will!“. Es gab nur noch das Vorführmodell und genau das wollte ich auch haben; denn entgegen der bekannten roten und gelben Rümpfe hat dies einen Weißen. Die Flächen haben einen Styrokern und sind mit Schwarzpappelfurnier beplankt - man sieht ihnen an, dass hier ein erfahrener „Holzwurm“ am Werke war. Besonders edel sehen die gespiegelten Flächen aus - beide Flächen haben dieselbe Maserung. Mit der außergewöhnlichen Holzoptik sieht das Modell einfach klasse aus und macht jedes Modell zum Unikat.

Der Fenrir 2.0 ist also das erste Elektrosegelflugmodell bei den Küstenfliegern. Damit der zukünftige Besitzer seine Vorlieben beim Antriebssatz ausleben kann liegt dem Bausatz kein Motorspant bei. Das Flächenprofil ist ein modifiziertes HN 1033 und soll ausgezeichnete Allround-Eigenschaften haben. Mit dem 4-Klappen-Flügel lassen sich die Flugzustände Speed, Thermik und Krähenstellung zum Landen anwenden. Zudem kann man die Wölbklappen den Querrudern beimischen um die Wendigkeit zu erhöhen. Reichlich CFK-Einlagen verstärken den Rumpf und damit ist er bestens für den harten Einsatz am Hang gerüstet. Auch die Flächen sollen entsprechende Verstärkung haben und deuten nach einem Biegetest schon darauf hin. Die Flächen haben eine schwimmend gelagerte CFK-Rechteck-Steckung. Insgesamt macht der Bausatz einen positiven Eindruck. Den beigefügten Kleinteilesatz werde ich verwenden. Bevor es auf die Werkbank geht werden alle Teile gewogen: Fläche links 302g und rechts 305g, V-Leitwerk links 35g und rechts 36g, Rumpf 276g zuzüglich Holm von 30g. In Summe landen wir bei 984g. Das von mir angestrebte Abfluggewicht liegt bei 1700g.

Einen ausführlichen Erfahrungsbericht wird es in der Ausgabe 06/2014 des Magazins AUFWIND geben.

Vorab schon mal ein paar Bilder: