Der Elektrosegler Ion von JP Models ist ein Dauerbrenner. Das Profil wurde geändert und es gibt nun zusätzlich Wölbklappen als Bestelloption (ION Pro+).

Technische Daten: Ion PRO +

  • Spannweite: 2020 mm
  • Rumpflänge: 1035 mm (E)
  • Gewicht: min. 1500g (E)
  • Tragflächeninhalt:: 32,7 dm 2
  • Profil: MH 30
  • Steuerung: Querruder, Höhenruder, Wölbklappe

Herstellerseite

Das Modell fühlt sich in der Thermik wohl und genauso bei starkem Wind. Zudem hat der ION eine gute Größe als schneller Feierabendsegler.

Mit dem Profil MH 30 erweitert sich das Leistungspektrum des Ion PRO, weiterhin gibt es den Ion auch mit dem Profil SD 7037, dann aber ohne Wölbklappen. In Verbindung mit den Wölbklappen ist die Bandbreite der Anwendung sehr groß. Ich bin gespannt auf die Flugleistungen.

01.08.2007: Bericht zum Erstflug

04.08.2007: Einfliegen

30.09.2007: Messdaten aus dem UniLog

Teil 1: Die Verpackung mit Inhalt

Die Qualität des Baukastens ist auf den ersten Blick hervorragend. Die Bespannung ist sauber und einwandfrei verarbeitet.

Teil 2: Frische Brise

Für eine gute Kühlung werden als erstes die Kühleingänge und Ausgänge mit Hilfe eines Dremel und Schlüsselfeile hergestellt. Ich werde einen Turbo-Spinner verwenden - Motorspant mit Kühlöffnung wurde bestellt und wird in den nächsten Tagen eintreffen.

Teil 3: Weitere Arbeiten am Rumpf

Der Rumpf ist von guter Qualität. Für die Aufnahme des Höhenruder-Servos habe ich am Seitenleitwerk einen kreisrunden Ausschnitt gemacht. Später wird noch eine Servohalterung mit Epoxy eingeklebt - dies ermöglicht bei Bedarf das einfache Austauschen des Servos.

Teil 4: Die Tragflächen

Durch die Tragflächen werden gedrillte Servokabel mit 0,25 mm Durchmesser gezogen - ganz schön fummelig ab dem Schacht für die Wölbklappen - denn dort müssen gleich 2 Kabel durch den Kabelkanal. Mit viel Geduld und einer Pinzette war die Sache dann erledigt. Für die Tragflächen verwende ich Conrad S-811 MG (Baugleich mit Hitec HS-81 MG) und Servorahmen.

Der Servorahmen wird mit UHU Plus Endfest 300 eingeklebt. Vor der Montage werden die Servos mit Wachstrennmittel behandelt um einen späteren Wechsel der Servos zu vereinfachen. Die Servos lassen sich damit bei einem notwendigen Austausch bequem und schnell über zwei Schrauben demontieren. Auf dem zweiten Bild kann man das System des Servorahmens gut erkennen. Die Verbindung hält ausgezeichnet und wird für eine Vielzahl von Servotypen angeboten. Endlich Schluß mit Schrumpfschlauch und Co !

Teil 5: Die Querruder und Wölbklappen vorbereiten

Die Querruder werden für die Aufnahme der Ruderhörner vorbereitet. Für eine sichere Verbindung nach der Verklebung wird die Folie unter dem Ruderhorn enfernt. Die Verklebung erfolgt erst nach der Fertigstellung der Anlenkteile.

Das Lenkgestänge besteht aus einer Löthülse und einer Schubstange - jeweils mit Gewinde. Entsprechend der Ruderhornposition wurden die Gestänge abgelängt und werden mit Epoxy sicher verbunden. Eine optimale Anlenkung - ohne Spiel und sehr direkt.

Teil 6: Motorspant einkleben

Der Motorspant ist eine Spezialanfertigung aus GFK mit Kühlöffnungen. Davor kommt eine Turbo-Spinner - also optimale Kühlung für den Brushless Mega AC n 22/20/3E. Ich verwende nur 12 Stunden Epoxy - die Arbeitszeit wird dadurch etwas länger, aber die Festigkeit der Verklebung ist dadurch wesentlich besser. Bei einem Motorspant mit Zug garnicht so uninteressant!

Bei dieser Gelegenheit wird die Servohalterung für das Höhenruder eingeklebt und die Anlenkung angefertigt.

Teil 7: Tragflächen ausrichten

Im Anschluss wird die Tragflächenhalterung fixiert und eingeklebt. Das Zwischenergebnis läßt sich schon mal sehen.

Teil 8: Lötarbeiten - elektrische Verbindung der Servos

Je Tragfläche gibt es zwei Servos - Querruder und Wölbklappen. Als Verbinder zwischen Tragflächenservos und Empfänger verwende ich Hochstromstecker von Multiplex. Mit einem Stecker und Buchse werden so zwei Servos mit dem Empfänger verbunden. Die Löterei ist zwar aufwendig aber die spätere Verbindung der Tragflächen ist mit zwei Steckern realisiert.

Nach Fertigstellung der Tragflächen der Gewichtsvergleich - Perfekt! Jeweils ein Gewicht von 293g.

Teil 9: Einbau Antrieb und Einstellung der Ruderwege

Als Antrieb verwende ich einen MEGA ACn 22/20/3E mit einer AERO CAM Carbon 9x5 und einem passenden HYPE Alpha 40A Regler. Der Simprop Turbo-Spinner (40mm) passt gut zum ION und wertet optisch auf.

Teil 10: Restarbeiten - Akkurutsche und Empfänger

Der Akku wurde geliefert - ein 8-Zeller GP2200. Provisorisch wird die Akkurutsche eingesetzt und der Schwerpunkt getestet. Die Akkurutsche wird danach mit Epoxy eingeklebt und der Empfänger wird mit einer Moosgummiplatte und doppelseitigem Klebeband fixiert. Für den Auftrieb kommen 9x5 CAM Carbon Klappluftschrauben zum Einsatz.

Teil 11: Der Erstflug

01.08.2007: Gegen 10.30 Uhr war ich auf dem Platz - in der Hoffnung auf wenig Wind. Entgegen meiner Vorstellung kam der Wind direkt von der Seite und zwischen Windstärke 3-4. Für den Erstflug keine guten Aussichten. Aber bevor es in die Lüfte geht stand sowieso noch der Reichweitentest aus - alles Bestens. Nach einer längeren Wartezeit legte sich der Wind ein wenig und ich wagte einen Start.

Gleich vorweg - der ION fliegt genial.

Kaum in der Luft legte der Wind wieder zu. Den ION ließ dies unberührt - eher in seinem Element. Der Schwerpunkt wird noch an einem Windstillen Tag erfolgen. Ich denke der Akku kann noch ein ganzes Stück zurück - zumindest war heute noch kein schöner Abfangbogen zu erkennen. Zusätzlich programmiert habe ich Landeklappenfunktion, Thermik- und Speedflug. Allzu langsam sollte man mit dem ION nicht hereinkommen - er braucht schon ein wenig Fahrt. Und für Anfänger sicherlich nicht geeignet.

Teil 12: Einfliegen

04.08.2007: Der Wind hielt sich heute in Grenzen und gegen Abend hatten wir nur noch Windstärke 1. Ein idealer Tag zum Einfliegen. Die Stabilität wurde vorsichtig Stück für Stück zurückgenommen - sprich Akku weiter nach hinten. Der Abfangbogen sieht nun sehr gut aus. In der Thermikstellung wird der ION schön langsam. Für den Landeanflug werden die Wölbklappen nach unten gesetzt und die Querruder ein wenig nach oben. Das Tiefenruder wird mit 90% zugemischt. Der ION kommt damit nicht zu schnell herein aber auch nicht zu langsam. Das Höhenruder kann ich somit bei der Landung halten und bis jetzt jede Landung sanft einleiten. Der ION fliegt super und macht einfach nur Spaß. Ich bin begeistert.

Teil 13: Messdaten aus dem UniLog

  • 9x5 CAM Carbon
  • MEGA ACn 22/20/3E
  • HYPE Alpha 40A
  • 8-Zeller GP2200

Maximale Werte (Windstärke 1-2):

  • Drehzahl: 21.725 rpm
  • Strom: 28,92 A
  • Flughöhe: 415 m
  • Steigleistung bei Vollgas: 200 m in 36 Sekunden
  • Verbrauch: 1.125 mAh
  • Interne Temperatur: 24,5 °C